BiteButler

Technik2 Min. Lesezeit

Welche Köderfarbe? Wie Hecht, Zander, Barsch und Forelle Farben sehen

Fische sehen Farben anders als wir. Welche Farben Hecht, Zander, Barsch, Forelle und Dorsch tatsächlich wahrnehmen und welche Köderfarbe wann passt.

Im Angelladen hängen Gummifische in fünfzig Farben. Ob ein Fisch den Unterschied zwischen „Motoroil“ und „Rootbeer“ überhaupt sieht, hängt davon ab, welche Sehzellen er hat, wie viel Licht ins Wasser fällt und wie trüb es ist.

Was im Auge passiert

Farbe sehen Fische mit Zapfen in der Netzhaut. Jeder Zapfentyp reagiert auf einen Bereich des Lichts. Wie viele Typen eine Art hat und wo sie liegen, unterscheidet sich stark:

ArtSieht gutSieht schlechtWas meist funktioniert
HechtGrün, Rot, OrangeBlau, UVChartreuse, Naturdekor, Weiß
ZanderGrün, Orange, Kontrast im DunkelnBlauChartreuse, Orange
BarschGrün, Rot, OrangeBlau; nachts fast blindOrange, Rot, Chartreuse
Bachforellefein abgestuft bis UV–Naturdekor, UV-aktive Muster
DorschBlaugrün, sehr lichtempfindlichRot (in der Tiefe grau)Grün, Weiß, Leuchtfarben

Hecht, Zander und Barsch haben Zapfen für Grün und Rot bzw. Orange (Ali et al. 1977). Forellen, Äsche und viele Karpfenfische wie der Döbel haben vier Zapfentypen einschließlich UV und sehen das Spektrum feiner als wir.

Das Wasser filtert mit

Wasser schluckt Licht nicht gleichmäßig. Rot verschwindet zuerst, schon nach wenigen Metern sieht ein roter Köder grau aus. Blau und Grün dringen am tiefsten. In trübem, grünlichem Seewasser verschiebt sich das Licht zusätzlich ins Grüngelbe.

Daraus folgen drei Faustregeln:

  1. Flach und klar: Natürliche Dekors und dezente Farben. Der Fisch sieht genau hin.
  2. Trüb oder tief: Grelle Farben wie Chartreuse oder Firetiger, die im Grüngelben leuchten, und starke Kontraste.
  3. Nacht oder Neumond: Dunkle Silhouetten wie Schwarz oder Dunkelblau gegen den helleren Himmel, oder UV und Glow für Nacht und Tiefe.

Licht schlägt Farbe

Wichtiger als der genaue Farbton ist oft, wie sichtbar der Köder überhaupt ist. Ein Zander mit seiner Netzhaut für die Nacht erkennt in der Dämmerung vor allem Kontrast. Ein Hecht ist Sichtjäger und braucht Licht. Eine Bachforelle im klaren Bach sieht Unterschiede, die wir nicht sehen.

So wählt BiteButler die Farbe

BiteButler schlägt für jede Stunde eine Köderfarbe vor. Dafür verrechnet die App, welche Farben die Art sieht, wie viel Licht gerade da ist (Sonnenstand, Wolken, Mond) und wie trüb dein Gewässer ist. In der klaren Kiesgrube am Mittag kommt dann eher Naturdekor heraus, im trüben Fluss in der Abenddämmerung eher Chartreuse.

Die Farbsicht jeder Art steht auf den Artenseiten.

Quellen

  • Ali, M. A., Ryder, R. A. & Anctil, M. (1977). Photoreceptors and visual pigments as related to behavioral responses and preferred habitats of perches and pikeperches. J. Fish. Res. Board Can. 34.
  • Hawryshyn, C. W.: Arbeiten zum UV-Sehen von Forellen und anderen Salmoniden.

Häufige Fragen

Welche Köderfarbe bei trübem Wasser?

Grelle Farben wie Chartreuse oder Firetiger, die im Grüngelben leuchten, und starke Kontraste. In trübem Seewasser verschiebt sich das Licht ins Grüngelbe.

Welche Farben sieht der Hecht?

Der Hecht hat Zapfen für Grün und Rot. Rot, Orange und Grün sieht er gut, Blau und UV kaum.

Welche Köderfarbe nachts?

Dunkle Silhouetten wie Schwarz oder Dunkelblau gegen den helleren Himmel, oder UV und Glow für Nacht und Tiefe.

Weiterlesen

Probier es an deinem Wasser

Prognose, Fangbuch und Sessions sind kostenlos. Melde dich an, wähle dein Gewässer und sieh, wann sich der Ansitz lohnt.