Wassertemperatur
Die Bachforelle frisst am meisten zwischen 10 und 17 °C. Zwischen 3 und 10 °C sowie zwischen 17 und 22 °C nimmt die Aktivität ab; außerhalb davon lohnt sich gezieltes Angeln kaum. Welche Arten bei deiner Wassertemperatur gerade gut passen, zeigt das Temperatur-Tool.
Tageszeit
Die Bachforelle ist vor allem in der Dämmerung aktiv. Unter etwa 9 °C Wasser eher in Dämmerung und Nacht. Driftfresser: nimmt fortlaufend kleine Nahrung, eine Mahlzeit ist bei 10 °C in rund einem Tag verdaut (Elliott 1972). Dämmerungszeiten für deinen Ort findest du unter Beißzeiten heute.
Jahreszeit und Schonzeit
Am aktivsten ist die Bachforelle im Mai, Juni und September. Gelaicht wird meist Oktober bis Januar, ausgelöst ab etwa 9 °C Wassertemperatur.
Schonzeit: Typisch 15.10.–15.03. – regional unterschiedlich. Verbindlich sind die Fischereiverordnung deines Bundeslands und die Gewässerordnung. Alle Schonzeiten im Überblick
Wo die Bachforelle steht
Typisch an Strukturen. Gute Stellen: Gumpen, Strömungskante, unterspültes Ufer, Totholz, Rausche. Die Bachforelle braucht klares Wasser zum Jagen. Leicht steigendes Wasser bringt oft Bewegung.
Köder und Farben
- Kunstköder 2–7 cm
- 1–2 Würmer am Haken
- 2–4 Maden
- Fliegenhaken Gr. 10–16
Bachforelle: vier Zapfentypen einschließlich UV (Hawryshyn) – sieht Farbe fein abgestuft, Naturdekor und UV-aktive Muster wirken.
Farben, die meist funktionieren: Naturdekor, Rot / Orange, UV / Glow.
Methoden, Montagen und Köder
Aus diesem Katalog wählt die App den Plan für die Bachforelle:
Methoden
- Twitchen Gumpen und Unterstand: 3–7 cm Minnow mit kurzen Twitches, bei scheuen Fischen lange Pausen
- Jiggen (Gummifisch) Verweigerer unter Hindernissen: kleiner Gummi 3–5 cm an 1–3 g Kopf vor den Unterstand fallen lassen
- Trockenfliegenfischen
- Nymphenfischen
- Nassfliegenfischen
- Streamerfischen
- Tenkara
- Posenangeln
Montagen
- Jigkopf Verweigerer unter Hindernissen: kleiner Gummi 3–5 cm an 1–3 g Kopf vor den Unterstand fallen lassen
- Wasserkugel
- Fliegenvorfach
Köder
- Minnow Gumpen und Unterstand: 3–7 cm Minnow mit kurzen Twitches, bei scheuen Fischen lange Pausen
- Spinner Stromauf werfen, mit der Strömung gleichmäßig durch Rauschenauslauf und Kehrwasser kurbeln
- Forellenspoon Kaltes Wasser und tiefe Rinnen: Spoon 2–4 g absinken lassen, langsam dicht am Grund führen
- No-Action-Shad Verweigerer unter Hindernissen: kleiner Gummi 3–5 cm an 1–3 g Kopf vor den Unterstand fallen lassen
- Twister Verweigerer unter Hindernissen: kleiner Gummi 3–5 cm an 1–3 g Kopf vor den Unterstand fallen lassen
- Mikro-Larve (Gummi-Insekt)
- Crankbait flach Flache Strömungskanten und Einmündungen: kleiner Crank 3–5 cm knapp über dem Holz
- Blinker Nur größerer Fluss, trüb oder Hochwasser: Blinker 5–8 g durch Wehrkolk und tiefe Rinne
- Trockenfliege
- Nassfliege
Fragen zu der Bachforelle
Bei welcher Wassertemperatur beißt die Bachforelle?
Am aktivsten zwischen 10 und 17 °C. Unter 3 °C und über 22 °C frisst die Bachforelle kaum noch.
Zu welcher Tageszeit beißt die Bachforelle am besten?
Die Bachforelle ist vor allem in der Dämmerung aktiv. Unter etwa 9 °C Wasser eher in Dämmerung und Nacht.
Wann ist die beste Zeit im Jahr für die Bachforelle?
Am meisten Aktivität zeigt die Bachforelle im Mai, Juni und September. Typische Schonzeit: Oktober bis März.
Hat die Bachforelle eine Schonzeit?
Typisch 15.10.–15.03. – regional unterschiedlich. Verbindlich sind Landesfischereiverordnung und Gewässerordnung.
Quellen
- Elliott, J. M. (1994). Quantitative Ecology and the Brown Trout. Oxford Univ. Press.
- Elliott, J. M. & Elliott, J. A. (2010). Temperature requirements of Atlantic salmon, brown trout and Arctic charr. J. Fish Biol. 77. doi:10.1111/j.1095-8649.2010.02762.x
- Heggenes, J., Krog, O. M. W., Lindås, O. R., Dokk, J. G. & Bremnes, T. (1993). Homeostatic behavioural responses in a changing environment: brown trout become nocturnal during winter. J. Anim. Ecol. 62. doi:10.2307/5361
- Ovidio, M., Baras, E., Goffaux, D., Birtles, C. & Philippart, J. C. (1998). Environmental unpredictability rules the autumn migration of brown trout in the Belgian Ardennes. Hydrobiologia 371/372.
- Kemp, P. S. et al. (2017). Diel and seasonal activity of brown trout in a chalk stream. Freshw. Biol. 62. doi:10.1111/fwb.12858
- Barrett, J. C., Grossman, G. D. & Rosenfeld, J. (1992). Turbidity-induced changes in reactive distance of rainbow trout. Trans. Am. Fish. Soc. 121.
- Elliott, J. M., Hurley, M. A. & Fryer, R. J. (1995). A new, improved growth model for brown trout. Funct. Ecol. 9 (Wachstum 3,6–19,5 °C, Optimum 13,1 °C).
- Ovidio, M. et al. (2002). Seasonal and diel activity of brown trout in a small stream (Aisne). Hydrobiologia 470 (Dämmerungspeak, Aktivität ab 12 °C verdoppelt).